Down the Rabbit Hole

Theater für Erwachsene

Zum Stück

Medien, etablierte wie soziale, leben von Quoten, davon dass Menschen einschalten, drauf klicken und weiterleiten, Abos abschließen: Am Besten funktioniert das, wenn man Schlagzeilen und Inhalte produziert, die Empörung auslösen.
Leiden wir im digitalen Zeitalter an der fatalen Neigung, den Dingen gar nicht mehr auf den Grund zu gehen. Reicht eine Schlagzeile aus, um den Empörungsmechanismus auszulösen und die Wut in sich aufsteigen zu spüren. 

Alles startet mit einer Challenge: eine Stimme lenkt den Fokus der beiden Charaktere und stellt ihnen zunächst einfache Aufgaben. Die beiden werden immer tiefer in ein „Rabbit Hole“ gezogen, das ihr Tun bestimmt, ihre Handlungen vorgibt und aus dem ein Entkommen immer schwieriger wird. Wie weit sind wir bereit zu gehen?

In diesem Stück betrachten wir die „Spielweisen des Internets“. Wenn wir unter die Oberfläche des Likens, Folgens und Teilens, der fröhlichen Emojis und der affirmativen Pawlowschen Glocken schauen, offenbaren sich die Produkte, die in blinder Begeisterung entwickelt wurden, als das, was sie wirklich sind: Geschäftsmodelle, die Daten ernten und so Unmengen an Dollars in die Kassen spülen sollen. Bleiben so in der Gesellschaft in diesem Zusammenhang Kompromiss, Diskursfähigkeit, Fairness und Vernunft auf der Strecke? 

Wir betrachten die „Spielweisen“ des Internet, zwischen Challenges, Filterblasen und Fake News. 

starke schauspielerische Performance der beiden Darsteller ... Liebe zum Detail

Kulturreferat der ÖH Uni Graz

ein humorvoller Abend, trotz der eigentlichen ernsten Thematik … definitiv sehenswert

Kulturreferat der ÖH Uni Graz

Termine

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Pressestimmen

Likes, Lügen, Labyrinthe – ein Abend im digitalen Wunderland

Zwischen dem 16. und 19. April wird derzeit jeden Abend im Theater Feuerblau das Theaterstück für Erwachsene „Down the Rabbithole“ aufgeführt, in dem unter anderem die „Spielweisen des Internets“ mitsamt der damit verbundenen Herausforderungen näher beleuchtet werden. Bekanntlich dominieren im digitalen Zeitalter Schlagzeilen, die Empörung erzeugen, um Klicks, Reichweite und Profit zu maximieren. Dabei geraten allerdings Reflexion, Diskurs und Fairness zunehmend ins Hintertreffen. Dieses Stück inszeniert dabei die Mechanismen des Internets als gefährliches Spiel: Zwei Menschen folgen nämlich einer Challenge, die sie immer tiefer in ein Netz aus Manipulation, Filterblasen und Datenverwertung zieht. Weiters verbirgt sich hinter Likes und Emojis ein System, das nicht Gemeinschaft, sondern Geschäftsmodelle fördert.

Wer einen humorvollen Abend, gespickt mit vielen tollen Gags, trotz der eigentlichen ernsten Thematik, genießen möchte, ist bei „Down the Rabbithole“ genau richtig. Das Stück, das schon mal sehr überraschend startet, weist eine kreative Zusammenstellung der Szenen auf, wo Liebe zum Detail sowohl in der Auswahl der Requisiten als auch in der Ideenumsetzung deutlich ersichtlich ist. Die über die gesamte Vorstellung starke schauspielerische Performance der beiden Darsteller beinhaltet auch immer wieder Versuche das Publikum ein bisschen ins Geschehen miteinzubauen. Dies geschieht aber, wie man aus den Gesichtern und der Gestik des Publikums schließen konnte bzw. zur Erleichterung vieler ZuschauerInnen, auf eine nicht aufdringliche, sondern ganz dezente und charmante Art und Weise.

Abschließend kann eigentlich nur hervorgehoben werden, dass dieses noch bis inkl. morgen aufgeführte Stück definitiv sehenswert ist und sich diese Gelegenheit definitiv hervorragend eignet mal einen Spielort der freien Szene Graz näher kennenzulernen!

Kulturreferent ÖH uni Graz, Kathrin Schwarz

Team

Spiel, Inszenierung
Monika Zöhrer, Klaus Seewald

Dramaturgie
Eva Wallensteiner

Komposition, Musik
Christof Ressi

Bühnenbild
Markus Boxler

Lichtdesign
Lisa Raschhofer

Produktion
Theater Feuerblau